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Frage484

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Frage 484 

Ich mache mir derzeit Gedanken über "Christ und Politik" (seit dem letzten Samstag). Könntest du mir, wenn das geht, eine kurze Stichwortliste deines Gesagten vom besagten Samstag geben? So deine Argumente meine Ich. Danke!

Gruss, in IHM

M.


Gal 6,14 Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes {Eig. in dem Kreuze} unseres Herrn Jesus Christus, durch welchen {O. welches} mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt.

Gal 6,15 Denn weder Beschneidung noch Vorhaut ist etwas, sondern eine neue Schöpfung.

Gal 6,16 Und so viele nach dieser Richtschnur wandeln werden - Friede über sie und Barmherzigkeit, und über den Israel Gottes!

Lieber M.

In der Welt, - nicht von der Welt..., das ist ein Thema, das wirklich praktisch ist. Natürlich möchte unsere alte Natur etwas "sein" innerhalb der gefallenen Schöpfung und etwas erreichen.  Aber gleich wie Noah auf den Befehl Gottes die "Welt" verlassen musste und sich innerhalb der Arche retten liess vor dem Gericht, das über die Welt gekommen ist, also haben auch wir uns retten lassen vor den Einflüssen der Welt. Siehe die Taufe bei Petrus.
Was ich auf keinen Fall machen will, ist,  ein Kampf gegen solche zu führen, die in der Welt politisieren. Ich will einfach einige Gedanken sagen, warum ich keine Politik mache.

Ich bin aus dieser Welt durch die rettende Kraft Gottes mittels  des Blutes Jesu Christi befreit worden. Diese Welt liegt im Argen, ihr Herr wird bald auf diese Welt geworfen, Und die Kinder Gottes werden bald zu Ihrem Retter und Bräutigam hin entrückt. Als die Versammlung des Lebendigen sind wir hier Fremdlinge, Auskehricht und ein Schauspiel. Menschlich Dinge haben nun keinen Stellenwert mehr, zB. haben die Juden in der ApostelIgeschichte Grundstücke verkauft, was ein Unding gewesen wäre im AT... (Worte aus der unrev. Elberf.) Wir sind aus der Gegenwärtigen Welt (System) herausgenommen und IHM gegeben.  Joh 17; Gal 1; Kol 1; Apg 26) ja nochj mehr wir sind zu Gott gerufen Mk 3; 1.Ko3 1; 1.Petr. 2, 3-5

Unser König ist abwesend im Himmel, wir sind hier seine Botschafter der Gnade und Versöhnung, wir sind ein priesterliches Königtum, noch keine Könige, das werden wir erst,  wenn wir vor IHM stehen und niederfallen, Off 4-5.
 

Zum Wort "Welt"


"Welt" im negativen Sinn:

 Materielle Dinge

1Joh 2,15 Wir sollen die Welt nicht lieben.
Mt 16,26 Die ganze Welt wiegt den Schaden nicht auf.
1Kor 7,31 Die Welt sollen wir in Freiheit gebrauchen, nicht in Abhängigkeit.



 Abstrakte, geistliche Dinge

1Kor 2,12 Der Geist der Welt
1Kor 3,19 Die Weisheit der Welt
Tit 2,12 Weltliche Lüste
2Petr 1,4 Verderbliche Lust in der Welt
2Petr 2,20 Befleckungen der Welt
1Jo 2,16-17 Lust, Prahlerei



Das "Wesen" der Welt

1Kor 1,21 Die Welt hat Gott nicht erkannt.
Joh 15,18 Die Welt hasst Christus und auch glaubende Menschen.
Joh 14,17 Die Welt kann den Geist der Wahrheit nicht empfangen.
Joh 7,7 Die Werke der Welt sind böse.
Jak 4,4 Die Freundschaft der Welt ist Feindschaft gegen Gott.



Weltliche Gesinnung

- Sie zerstört das gehörte Wort Gottes (Mt 13,22).
- Sie gaukelt falsche Sicherheit vor (Mt 24,38ff).
- Sie bestimmt die Tätigkeiten und Pläne des Lebens (Eph 2,2).
- Sie führt zur Abtrünnigkeit (2Tim 4,10).



 Die Sinnlosigkeit dieser Welt

- Schätze sammeln lohnt sich nicht (Mt 6,19).
- Materieller Reichtum ersetzt niemals geistliche Werte (Lk 9,25).
- Die Welt vergeht (1Jo 2,17)!


 Das System dahinter

- Politik, - Bildung,
- Wissenschaft, - Kunst,
- Wirtschaft, - Ausbeutung,
- Egoismus, - Zeit-Verschwendung
- Beschäftigungen des Lebens,

(Siehe auch Christ Online)



Die ersten Christen kümmerten sich nicht um fremde Sachen.

Es gab damals viele soziale Missstände und manches durch die Politik verursachte Unrecht. Da das Bürgertum der Gläubigen in dem Himmel ist (Phil 3,19-20), kümmerte man sich aber nicht um Politik. Ein Einmischen in die weltlichen Dinge war ihnen wesensfremd. Man versuchte auch nicht, das Judentum zu reformieren. Man wollte ganz offensichtlich keine Zeit damit vertun, sich in fremde Dinge einzumischen, denn darauf lag keine biblische Verheißung. Andererseits gab es im Volk Gottes so viel zu tun, und darum hatte man sich zuerst zu kümmern. Siehe hierzu 1Kor 5,12.13.
- Engagieren wir uns nicht oft für Sachen, von denen die Bibel klar sagt, dass das nicht unsere Aufgabe sein kann? Kommen dadurch nicht vielfach die uns im Werk des HERRN übertragenen Aufgaben zu kurz ?


Die ersten Gläubigen kannten nur einen Dienstherrn, den Herrn Jesus.

Da gab es keine Organisationen oder Vereinigungen, denen man sich verpflichtet fühlte. Das bedeutete allerdings nicht, dass man nicht miteinander arbeitete. Paulus wusste z.B., wo und wie Apollos arbeitete, obwohl man entfernungsmäßig weit auseinander war. Aber man machte sich nicht von Personen abhängig, sondern nur vom Herrn Jesus. Allerdings war es offenbar so, dass der Herr Jesus immer mehreren Personen seine Dienstaufträge deutlich machte, selbst wo nur einer oder zwei den eigentlichen Auftrag auszuführen hatten (z.B. Apg 13,2 oder Apg 16,9-10). Oberste "Instanz" auf der Erde war die Versammlung Gottes. Selbst ein Paulus sah die Notwendigkeit, eine sendende und damit verantwortliche Gemeinde zur Seite zu haben (Röm 15,24).


 EX:
Friedhelm Keune

Kontra:
Politische Wahlen, Beteiligung des Volkes an der Regierung, "Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus.", sind in der Bibel eigentlich kein Thema. Deshalb dürfte es schwierig bis unmöglich sein, zu behaupten, ein Christ müsse sich so oder so entscheiden und nur dieses oder jenes sei biblisch richtig. In der Auseinandersetzung mit dieser Frage haben sowohl die Befürworter einer Teilnahme an politischen Wahlen als auch die Gegner eine Reihe von guten biblischen Argumenten. Deshalb erhebt auch nachfolgende Stellungnahme nicht den Anspruch auf absolute Richtigkeit. Ich versuche lediglich zu begründen, warum ich mich entschieden habe, nicht zu wählen. Zunächst einige Bibelstellen, die die Grundlage meiner Entscheidung sind.
"Und suchet den Frieden der Stadt, wohin ich euch weggeführt habe, und betet für sie zu Jahwe; denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben" (Jer 29,7).
Diese Aussage des AT bedeutet im Sinne des NT: "Das wichtigste und beste für eine Stadt ist der Friede mit Gott, die Vergebung der Sünden, die der Einzelne nur erreichen kann, wenn er sich bekehrt, sich bedingungslos an Jesus Christus bindet und neues Leben bekommt. Jede andere Art von Frieden ist ein Scheinfriede und deshalb eine Illusion. Nun gibt es aber keine politische Partei (abgesehen von den leider zur Bedeutungslosigkeit verurteilten neuen christlichen Parteien), die ein solches Ziel auf ihre Fahne geschrieben hat. Das Gegenteil ist der Fall. Alle Rezepte zur Bewältigung der Probleme eines Volkes oder Staates, die uns heute durch die Parteien angeboten werden, klammern die Notwendigkeit von Buße und Bekehrung aus.

"Und Er ändert Zeiten und Zeitpunkte, setzt Könige ab und setzt Könige ein" (Dan 2,21).
Gott hat sich die letzte Entscheidung vorbehalten. Wenn Gott Regierungen bestimmt, möchte ich nicht das Risiko eingehen, gegen seinen Willen die Stimme abzugeben. Welche Regierung Gott in Zukunft für Deutschland oder Europa will, glaube ich nicht beurteilen zu können.

"Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit, außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet" (Röm 13,1).
Diese Aussage des Apostels Paulus geht noch einen Schritt weiter. Nicht nur dass Gott einsetzt, er verordnet Obrigkeiten - Regierungen. Diese Aussage ist an die Christen in Rom gerichtet, die unter ganz schwierigen politischen Verhältnissen leben mussten.
Wenn Gott etwas verordnet, tut er das immer zum Besten seiner Kinder! Das mag für die Christen in Rom oder auch heute in Staaten, in denen es keine Glaubensfreiheit gibt, schwer zu verstehen sein, ist aber Gottes Prinzip.
Die Teilnahme an einer politischen Wahl würde für mich bedeuten, mich in diese Verordnung Gottes einzumischen. Weiß ich denn, was Gott verordnen will? Zurzeit ist es die religiöse Freiheit. Dafür bin ich dankbar und froh. Natürlich wünsche ich mir - menschlich gesehen - dass das noch möglichst lange so bleibt. Wenn es aber Gott für richtig hält, uns eine Regierung zu geben, die uns ordentlich Druck macht? Will ich mich dann mit meiner Stimme dagegen stellen? Oder ist es nicht besser, das, was Gott verordnet, in kindlicher Liebe und ebensolchem Vertrauen anzunehmen? Sind nicht gerade die Christen unter Druck ein viel stärkerer Beweis für die Kraft und die Möglichkeiten Gottes, als wir Christen in Freiheit?
Bei dem Begriff "Verordnen" kann man auch an das Verhältnis Arzt - Patient denken. Wo käme unser Gesundheitswesen hin, wenn die Patienten in der Verordnung von Medizin dem Arzt Vorschriften machten bzw. selber wählen würden, mit welcher Medizin sie behandelt werden wollen?! Vielleicht würde man eine Blinddarmentzündung dann mit Alkohol zur inneren Anwendung behandeln. Die Folgen male sich der Leser bitte selbst aus.

"Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten" (Phil 3,20).
Als Christ erwarte ich nicht unbedingt eine bessere Zukunft auf der Erde. Als himmlischer Staatsbürger habe ich eigentlich bereits gewählt und weiß, dass alle politischen Systeme dieser Welt keine Zukunft haben und jämmerlich scheitern müssen. Deshalb fällt es mir schwer, für irgendein politisches System zu investieren!

Meine Verantwortung heißt: Für die Obrigkeit beten (1Tim 2), dafür, dass die Menschen, die die Regierung bilden, Gott erkennen, dem Herrn Jesus Christus begegnen und gerettet werden. Das will ich tun. Als Menschen sind auch alle Regierenden wertvoll für Gott. Auch für sie starb der Sohn Gottes auf Golgatha. Das und nur das ist wichtig! Alles andere wie Parteien, Wirtschaftssysteme usw. wartet nur darauf, für immer zu verschwinden. Und so etwas soll ich wählen?!